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Mus­kat-Gut­edel

Mus­kat-Gut­edel

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Delikater geht nicht

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Forschungsergebnisse Andreas Jung

Status

Bis 2008 ausgestorben und mit Chasselas musqué, einem Klon des Gutedels verwechselt.

Fundsituation

Typische Sorte wintermilder Standorte wie dem Oberrheintal. Dort im Mischsatz mit Gutedel, Bouvier, Räuschling und Burgundersorten. In Österreich als Passatutti in Privatsammlungen.

Herkunft und Verbreitung

Die Sorte gehörte früher zur Grundausstattung der königlichen Tafeltraubenkultur unter Glas mit Frostschutz. In wintermilden Gebieten wie dem Oberrheintal stand sie im Mischsatz mit Gutedel und Muskateller, insbesondere dort, wo der sortenrein neutrale Gutedelwein als aromatisch gepriesen wurde. Die Sorte stammt vermutlich aus Nordsyrien vom Fluss Chalus (Chaslus) oder aus der Stadt Chalus am kaspischen Meer im Nordiran und wurde mit dem Gutedel von Kreuzfahrern aus dem "Armenischen Königreich von Kilikien" verbreitet.

Eigenschaften

Im Phänotyp dem Gutedel sehr ähnlich, aber aufrecht, dafür schwächer im Wuchs und mit bronzefarbenen, nicht kupferroten Triebspitzen. Auch die weißbeduftete, bei Vollreife sehr angenehm nach Muskat schmeckende, eher kompakte Traube unterscheidet sich von Trauben des Gutedels. Die Sorte ist frostempfindlich und nur für wintermilde Lagen mit fruchtbaren Lößlehmböden geeignet, wie man sie in der Südpfalz und im Markgräflerland findet.