Bitte drehen sie Ihr Gerät.

Bett­ler­trau­be

Bett­ler­trau­be

124

Genetische Schwester des Lembergers!

Genetische Schwester des Lembergers!

Wie weit wir sind

Entdeckt
Im Aufbau
Im Anbau
Erlebbar

Partnerwinzer

Forschungsergebnisse Andreas Jung

Status

Übersehen und bis 2005 unerkannt als Kölner und (falscher) Rotblättriger Wildbacher in einem Rebsortiment. In Frankreich als falscher Portugieser und falscher Salagnin.

Fundsituation

In alten Weinbergen an der Bergstraße, mit Lemberger und Zinfandel, vereinzelt an Neckar und Enz.

Herkunft und Verbreitung

Vermutlich wurde die Sorte von deutschen Siedlern um 1750 aus der slowenischen Steiermark mit dem Lemberger an den Neckar und an die Bergstraße verschickt. Lemberger, Bettlertraube, schwarze Zimmettraube, Zinfandel und Chatus standen früher im Mischsatz und dürften am Fuße der Karpaten Anteile zum Eger Stierblut beigetragen haben. In den südlichen Karpaten ist der Weinbau seit 6500 Jahren etabliert. Aus Frankreich wurde die Bettlertraube als Servanin von der Isère beschrieben, wo sie teils noch nach römischer Erziehungsart in den Kirschbäumen kultiviert wurde. Der Name Servanin weist auf die Region Schirwan am Kaspischen Meer hin.

Eigenschaften

Morphologisch ähnelt die Sorte dem Lemberger und den Wildbachern, mit denen sie vermutlich öfters verwechselt wurde. Der Wuchs ist aufrecht und kräftig, Reife ähnlich spät wie Lemberger, Traube lang und ästig, Beeren wenig fäulnisanfällig, trotz später Reife gute Holzreife.