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Zin­fan­del

Zin­fan­del

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Auch Schwarzer Orleans genannt

Auch Schwarzer Orleans genannt

Wie weit wir sind

Entdeckt
Im Aufbau
Im Anbau
Erlebbar

Forschungsergebnisse Andreas Jung

Status

Bis 2005 nicht als autochthone Sorte erkannt

Fundsituation

Mehr als 100 Pflanzen und stetig in alten Weinbergen an der Badischen Bergstraße, auch im Markgräflerland und am Neckar.

Herkunft und Verbreitung

Die Sorte wurde vermutlich im Spätmittelalter mit dem Honigler und Blauen Blank aus der Steiermark oder aus Kroatien importiert. Sie ist in Slowenien, Kroatien, Monte Negro, im Kosowo, Albanien und in Mazedonien, sowie in Apulien und im Piemont verbreitet. Schwarze Zierfandler und Große Schwarze (Velka Zhernina) waren am Rand der Karpaten verbreitet. Der Name Zinfandel dürfte mit dem Weinort Zinandali in Kachetien und mit dem dort ansässigen Gärtnervolk der X'indalal zusammenhängen.

Eigenschaften

Zinfandel ist bestens für heiße, sommertrockene, auch extreme Lagen geeignet. Der Farbumschlag beginnt vergleichsweise früh mit dem Spätburgunder, die Beeren mit ausgeprägtem Kirschgeschmack neigen bei Starkregen, Nebel oder Wasserüberschuss dazu, aufzuplatzen und schnell zu faulen. Deshalb nur für warme, schnell abtrocknende Hanglagen in klimatischen Trockeninseln empfohlen. Die Sorte ist fruchtbar und ertragreich, teils mit Doppeltrauben, die gelegentlich etwas verrieseln. Die Ruten müssen kurz angeschnitten werden, da die hinteren Fruchtruten sonst kümmern und die Holzreife verzögert wird. Früher dürfte Zapfenschnitt üblich gewesen sein.