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Roter Mus­ka­tel­ler

Roter Mus­ka­tel­ler

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Der Rote unter den Muskatellern

Der Rote unter den Muskatellern

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Forschungsergebnisse Andreas Jung

Status

Dieser historische Klon stammt von einem 200-jährigen Hausstock an der unteren Nahe und wurde im Dezember 2013 beim Bundessortenamt eingetragen

Fundsituation

Muskateller-Sorten waren am Bodensee, im wintermilden Rheintal, an der Bergstraße, in Rheinhessen und an der Nahe verbreitet. Insbesondere an der Nahe findet man den Roten Muskateller recht häufig noch als alter Hausstock an der Mauer repräsentativer Weingüter oder an alten Klostermauern. In den von Silvaner dominierten Mischsätzen in Mainfranken, im Taubertal und am Westrand des Steigerwaldes war der Rote Muskateller regelmäßig in die alten Mischsätze eingesprengt.

Herkunft und Verbreitung

Der mindestens 4500 Jahre alte Muskateller stammt aus dem Mittleren Orient. Nach Zentraleuropa und Osteuropa dürften die Muskatellersorten wiederholte Male in klimatischen Warmphasen eingeführt worden sein. In Deutschland konzentrierten sich die roten, violetten und blauen Muskateller auffällig oft in den Nebelgebieten am Bodensee und in nebligen Flusstälern, weil die farbigen Sorten deutlich weniger schnell faulen.

Eigenschaften

Der über 200 Jahre alte Ausgangsstock war sehr gut und gerade im Wuchs. Im Vergleich zum Weißen und Gelben Muskateller war er deutlich weniger faul, Ertrag etwas geringer und die Trauben etwas schlanker. Der Wein ist weniger stark parfümiert. Wie alle Muskatellersorten benötigt er sehr gute, sonnenexponierte und warme Hanglagen.