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Blau­er Köl­ner

Blau­er Köl­ner

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Blaue Ursorte aus Nordchina

Blaue Ursorte aus Nordchina

Wie weit wir sind

Entdeckt
Im Aufbau
Im Anbau
Erlebbar

Forschungsergebnisse Andreas Jung

Status

Die Sorte galt in ihrer historischen Identität als Blauer Kölner bis 2007 in Deutschland als ausgestorben

Fundsituation

Die letzte Pflanze war als Hausstock in einem Privatgarten in Bad Abbach bei Regensburg wiederentdeckt worden. Eine sehr ähnliche Sorte wurde in Höhnstedt gefunden. Sie wird als steirische Urrebe und Scheibkern in den Sortimenten in Maribor erhalten. In Maribor selbst steht ein Kölner, der ins 16. Jahrhundert zurückgehen soll. Der Stammumfang lässt aber eher auf 200-250 Jahre schließen. In Slowenien soll die Sorte in alten Weinbergen noch im Anbau sein.

Herkunft und Verbreitung

Das "8200 year event" auch Misox-Schwankung genannt, war eine 200-jährige Dürre. Dadurch waren nordchinesische Völker gezwungen westwärts zu ziehen. Im Schlepptau nicht nur eine damals bereits 8000 jährige Töpfertradition und chinesische Hirsen, sondern auch die ersten Kulturreben. Sie wanderten nach Transoxanien, ans Kaspische Meer und ans Schwarze Meer und dann über den Euphrat nach Südostanatolien und entlang des Kaukasusgebirges an den Pontus Euxinus nach Transdanubien.