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Schwarz­blau­er Affentha­ler

Schwarz­blau­er Affentha­ler

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Nein, kein Spät­bur­gun­der!

Nein, kein Spät­bur­gun­der!

Wie weit wir sind

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Im Aufbau
Im Anbau
Erlebbar

Partnerwinzer

Forschungsergebnisse Andreas Jung

Status

1928 noch als eine von 15 erlaub­ten Qua­li­täts­sor­ten für den Wein­an­bau im Reich zuge­las­sen. Nach dem Krieg stand sie nicht mehr auf der Lis­te der klas­si­fi­zier­ten Sor­ten. 2005 war der Bestand auf 12 Pflan­zen in 2 staat­li­chen Sor­ti­men­ten geschrumpft.

Fundsituation

Rest­be­stän­de gibt es noch gehäuft in alten Misch­sät­zen am Neckar bei Hohneck, an der Murr und an der Enz, wo der Affentha­ler Klon „typi­cum“ meist sepa­rat vom Trol­lin­ger ange­baut wur­de. Auch im Misch­satz mit Bur­gun­der­sor­ten und Gelb­höl­zer an der Berg­stra­ße.

Herkunft und Verbreitung

Die Sor­te stammt aus Trans­syl­va­ni­en, aus der Gegend um Beth­lem (Béclean). Sie ist ein spon­ta­ner Säm­ling von Süß­schwarz x Heunisch, der zur Zeit der Daker ent­stan­den sein dürf­te und mit deut­schen Sied­lern ins Rhein­tal und ins Jura ver­schickt wur­de. Die Sor­te war Bestand­teil des berühm­ten Affentha­ler­weins aus Bühl und wur­de im 19. Jahr­hun­dert als Sil­va­ner vom Boden­see und Affentha­ler aus Schwa­ben beschrie­ben.

Eigenschaften

Auf kräf­ti­ger Unter­la­ge durch­aus wuchs­kräf­tig. Sie ist frost­hart, frucht­bar, besitzt eine hohe Kalk­to­le­ranz. Sie ist ertrags­stark und neigt in den ers­ten Jah­ren sich zu über­tra­gen. Sie ist blüh­fest und reift Anfang Okto­ber. Sie ist weit­ge­hend fäul­nis­re­sis­tent bei rela­tiv hohen Säu­re­wer­ten. Am bes­ten ent­wi­ckelt sich der Wein im Holz­fass. Er gehör­te zu den bes­ten und ein­träg­lichs­ten Rot­wein­sor­ten.